Der dritte Trainerwechsel der Bundesliga-Saison 2016/17 ist perfekt: Der VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Dieter Hecking getrennt. Als Interimslösung übernimmt Valerien Ismael die Wölfe, der seit dem Sommer die zweite Mannschaft der Niedersachsen betreute. Auf Profi-Niveau war Ismael bislang lediglich Trainer des 1. FC Nürnberg. Dabei verbrannte sich der Franzose heftig die Finger – es ist deshalb unwahrscheinlich, dass Ismael den Weg von Andre Schubert oder Alexander Nouri gehen und zur Dauerlösung werden wird.
Allofs: „Mussten reagieren“
Aber zurück zu Hecking: Wolfsburgs Manager Klaus Allofs erklärte, dass ihm „menschlich dieser Schritt sehr Leid“ tue. Er und der entlassene Trainer hätten „in den vergangenen vier Jahren überaus intensiv zusammengearbeitet.“ Allerdings habe man reagieren müssen: Die vergangene Saison sei enttäuschend verlaufen, auch der personelle Umbruch im Sommer habe nicht zum erhofften Umschwung geführt. Man sei deshalb zu der Entscheidung gelangt, dass man durch einen Wechsel auf der Cheftrainer-Position „einen neuen Impuls geben“ müsse.
Die Pressestelle des VfL Wolfsburg leistete sich bei der Verkündigung der Entlassung Heckings noch einen überaus peinlichen Schnitzer. So war zu lesen, die Entscheidung sei „einvernehmlich gefallen. Klaus Allofs teilte diese Dieter Hecking mit.“
Wer wird neuer Cheftrainer des VfL Wolfsburg?
Einige Namen von potenziellen Trainern werden bereits in Wolfsburg heiß gehandelt: Top-Favorit ist laut „Bild“ und „Sport1“ angeblich Andre Villas-Boas – der Mourinho-Schüler hat derzeit keinen Verein und lernt angeblich seit geraumer Zeit die deutsche Sprache.
Ebenfalls zu den Kandidaten zählt auch André Breitenreiter, heißt es in den Medien. Mancherorts wird auch darüber spekuliert, dass Bruno Labbadia kommen könnte. Da Allofs mit Thomas Schaaf in Bremen sehr lange überaus erfolgreich zusammengearbeitet hat, jener derzeit keinen Job hat und zuletzt sogar in Wolfsburg ein Bundesliga-Spiel verfolgte, wird sein Name ebenfalls hochgehandelt.
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