Dieses Ergebnis war wesentlich deutlicher als die meisten Fans erwartet hatten: Der Hamburger SV hat Borussia Dortmund im Freitagsspiel des 13. Spieltags im heimischen Volksparkstadion mit 3:1 geschlagen. Der BVB half bei seiner eigenen Niederlage fleißig mit – die Statistik war eindeutig pro Schwarz-Gelb: Dortmund feuerte beispielsweise 21 Torschüsse auf das Tor des HSV ab, der Gegner kam gerade auf sieben. Der BVB gewann 55 Prozent der Zweikämpfe und hatte eine Passquote von sehr guten 84 Prozent. All diese Dinge helfen jedoch nicht, wenn man in den entscheidenden Momenten schwere Fehler macht.
Der Spielbericht: HSV-Sieg powered by BVB
Das 1:0 für den Hamburger SV fiel in der 19. Minute. Lewis Holtby war mit dem Ball in den Strafraum gezogen und nahm den Kontakt mit einem Gegenspieler dankbar an. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte Pierre-Michel Lasogga. Das 2:0 fiel noch vor der Pause, diesmal traf Holtby selbst. In der 41. Minute verwandelte der offensive Mittelfeldspieler eine Vorarbeit von Nicolai Müller.
Dortmund kam aus der Kabine und hatte sich erkennbar viel vorgenommen. Unbedingt wollte man wenigstens noch einen Punkt erreichen. Doch Mats Hummels nahm seinem Team jede Hoffnung: In der 55. Minute bugsierte der Captain der Dortmunder die Kugel ins eigene Netz. Die Szene wirkte kurios: Der Innenverteidiger nickte eine Ecke von Holtby ein – war aber eigentlich nicht in Bedrängnis. Die Diskussionen um die Form von Hummels werden damit nicht abreißen.
Dortmund gab sich trotzdem nicht auf und konnte in Gestalt von Pierre-Emerick Aubameyang immerhin noch den Ehrentreffer erzielen (86. Minute). Nach dem 0:3 wirkte das Anrennen allerdings planlos und panisch. Insgesamt hatte Hamburg wenig Mühe, den Sieg zu sichern. Der HSV hält sich damit von der Abstiegsregion fern und Dortmund weiß, dass die Gegner in dieser Saison VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach oder Schalke 04 heißen – aber nicht Bayern München.
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